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Bilder vom Feld

Januar 2016

Der Winter ist da! Dieses Jahr haben wir lange gewartet und nun ist es kurz nach dem Jahreswechsel endlich soweit. Tiefe Temperaturen und Schnee lassen unsere Umgebung auch in der dunklen Jahreszeit glänzen. Und auch für die Flora und Fauna ist dieser Temperatureinbruch dringend nötig, um den richtigen Rhythmus zu finden.

 

Januar 2016 - Es hat geschneit! Unsere Beete befinden sich zurzeit natürlich voll und ganz im Winterschlaf. Oder?

Tatsächlich stimmt das nicht wirklich! Der Schnee bedeckt zwar unsere Felder, aber hier und da guckt doch tatsächlich ein bisschen Grün hindurch.

Ein genauerer Blick zeigt uns, dass hier vor allem Pflanzen aus der Vorsaison noch auf den Beeten stehen. Zum Teil handelt es sich um sogenannte Gründüngungen. Diese Pflanzen haben wir nach der Ernte unser "Komm ins Beet"-Pflanzen gepflanzt. Sie schützen und wärmen den Boden durch ihre abdeckende Pflanzenmasse, halten ihn locker und versorgen ihn zusätzlich mit Nährstoffen, die unsere Getreide- und Gemüsesorten in der neuen Saison gut gebrauchen können.

KiB im Winter - von Schnee bedeckt

Feldversuche - auch im Winter

Aber auch neue Pflanzen werden schon sichtbar. Wie links im Bild zu sehen, schiebt sich das bereits ausgesäte Wintergetreide schon aus dem Boden und lockert die Schneedecke auf. Aus diesen kleinen Grashalmen soll in den nächsten Monaten Roggen und Weizen werden.

Auch im Gewächshaus laufen nun langsam die Vorbereitungen für die neue Saison an. Nicht alle unsere Getreidesorten wurden schon im Herbst ausgesät. Hier rechts in den Töpfen wurde die Weizen-Evolutionsreihe frisch ausgesät. Sie wird hier für ein paar Wochen vorgekeimt und kommt erst im Frühling ins Beet.

Wintergetreide im Januar

Getreide-Aussaat - Die Vorbereitungen laufen

 

Juli 2015

In den letzten Wochen waren viele Schülergruppen und auch andere Pflanzeninteressierte bei uns im Beet zu Besuch. Nun haben die Sommerferien begonnen, aber unsere Pflanzen machen natürlich keine Pause. In unseren Beeten blüht und grünt es und die ersten Pflanzen beginnen abzureifen.

 

Das Wintergetreide unserer Evolutionsreihe war bereits ganz am Anfang unserer Saison zu besichtigen. Die verschiedenen Sorten produzierten, wie auch auf den umliegenden Feldern in Brandenburg, fleißig Körner und sind bereits fertig abgereift.

abgereiftes Getreidefeld

Reife Tomaten in vielfältigen Farben

 

 

 

 

 

 

Andere Nutzpflanzen dagegen stehen zur Zeit in voller Blüte. Dies ist für die meisten von uns allerdings ein sehr ungewöhnlicher Anblick, da wir die Pflanzen im Normalfall Ernten und Essen, bevor sie ihre volle Pracht zeigen. Hierzu zählen die beiden nahverwandten Kohlsorten Blumenkohl und Romansco. Beide haben mittlerweile ihre Blüten vollständig ausgebildet. Der Blumenkohl in Weiß, der Romanesco in Gelb.

Die Heilkräuter füllen in diesem Jahr zwei unserer Beete. Neben Kamille, Beifuß, Mutterkraut und Baldrian steht die Ringelblume zurzeit in voller Blüte und schmückt unsere Flächen Gelb bis Orange. Sie ist aber nicht nur durch ihre Wirkung in Salben zur Wundheilung bekannt. Sie hat außerdem Berühmtheit als Liebesorakel erlangt. Gerne wurde sie zum Zupfen mit der Frage "Er liebt mich - Er liebt mich nicht!" verwendet, was aufgrund ihrer unzähligen Blütenblätter auch nicht verwunderlich ist.

Ringelblumen-Beet

Blüte der Ringelblume

Juni 2015

Vor 2 Wochen hat die neue "Komm ins Beet" Saison begonnen und es gibt schon allerhand zu sehen in unserem Schaugarten und auf dem angrenzenden Gelände.

Die "Komm ins Beet" Saison hat Ende Mai begonnen und nach nun gut 2 Wochen können sich unsere Beete und auch das angrenzende Gelände wirklich sehen lassen.

Mohnfeld am Schaugarten

Die meisten Pflanzen stehen zur Zeit in voller Blüte, so auch der Mohn auf unserem angrenzenden Gelände.

Tabak in seiner vollen Blütenpracht

 

Ebenfalls in voller Pracht zeigen sich unsere Tabakpflanzen. Sie sind ein wichtiges Objekt unserer Forschung, aber auch als Zierpflanzen finden sie häufig einen Platz in unseren Gärten.

 

In weiß und lila blüht hier der Ziertabak.

 

Die rosa Blütenstände gehören zum Virginischen Tabak (Nicotiana tabacum).

Rosenkohl - Die "Röschen" wachsen in den Blattachseln

 

 

Romanesco - unreife Blütenstände (links) und "schießende" Blüten (rechts)

Der Romanesco ist eine Variante des Blumenkohls. Auch hier kennen wir die unreifen Blütenstände als Gemüse, das wir gern essen. Lässt man diese Kohlsorte aber über ihren Erntezeitpunkt hinaus weiter wachsen, werden gelbe Blüten und dann Samen gebildet, wie hier rechts schon zu erkennen ist.

Links ist eine weitere Kohlsorte zu sehen, die bereits in voller Produktion ihrer essbaren Teile steht. Hierbei handelt es sich um die "Röschen" des Rosenkohls. Wir essen hier allerdings keine Blüten, sonder Blätter, wie auch beim Rot-, Weiß- und Grünkohl. Die Besonderheit liegt allerdings darin, dass nicht der bekannte Kohlkopf durch eine Stauchung der Sprossachse gebildet wird, sondern dass hier die Seitenäste stark verkürzt sind und deren Blätter nun die "Röschen" bilden.

     

Tomatensorten gibt es unzählige und auch bei "Komm ins Beet" haben sich so einige versammelt. Die Pflanzen haben schon vor einer Weile begonnen zu blühen, so dass bereits die ersten Tomatenfrüchte zu bestaunen sind. Aber auch die schönen gelben Blüten des Nachtschattengewächs sind an den oberen Pflanzenpartien noch zu sehen. 

 

Der Großteil der Tomatenfrüchte ist noch grün und im Wachstum, aber die ersten einzelnen Früchte beginnen schon zu reifen und sich rötlich zu verfärben.

 

 

 

Tomaten - viele Sorten, viele Früchte

Oktober 2014

Mitte Oktober waren die letzten Schülergruppen bei uns zu Besuch und jetzt ist die diesjährige "Komm ins Beet" Saison offiziell beendet. Aber die Vorbereitungen für das nächste Jahr haben bereits begonnen...

In diesem Jahr wurde "Komm ins Beet" 10 Jahre alt, aber auch die Jubiläumssaison ist irgendwann vorbei. Dank des langen und warmen Spätsommers konnten wir noch bis Mitte Oktober Führungen anbieten. Die meisten Pflanzen sind aber mittlerweile abgereift. So auch der Mais, den wir als Beispiel für Energiepflanzen und Hybridzüchtung nutzen und Dinkel, der Bestandteil der Evolutionsreihe des Weizen ist. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gang, um die Beete herbst- und winterfest zu machen.

 
Mais diente bei uns als Beispiel für Energiepflanzen und Hybridzüchtung   Dinkel haben wir als Bestandteil der Weizenevolution gezeigt  

 

Neben den reinen Aufräumarbeiten haben aber vor einer Weile auch schon die Vorbereitungen für die Saison im nächsten Jahr begonnen. Auf einigen Beeten haben wir Pflanzen als sogenannte "Gründüngung" ausgesät. Darunter versteht man Pflanzen die zur Bodenverbesserung beitragen. 

Wo vor ein paar Wochen noch unser Kartoffelbeet zu finden war, wachsen jetzt Bitterlupinen. Diese lila blühenden Pflanzen gehören zu den Hülsenfrüchtlern und leben in Symbiose mit Knöllchenbakterien. Diese Bakterien können den Luftstickstoff binden und für die Pflanze nutzbar machen. Wird die Lupine dann als Gründüngung unter den Boden gepflügt, wird der Stickstoff für die nachfolgenden Pflanzen nutzbar. Außerdem haben Bitterlupinen Pfahlwurzeln, die bis zu 1,5 Meter tief in den Boden wachsen. So können sie auch tiefergelegene Nährstoffe nutzen und tragen zur Belüftung des Bodens bei. Auf diese Weise schaffen wir gute Startbedingungen für die Kohlsorten, die in der nächsten Saison an dieser Stelle wachsen werden.

Auch im Beet, das wir für die Evolutionsreihe des Weizen nutzen, wachsen zur Zeit Hülsenfrüchtler. Hier ist es keine Bitterlupine sondern die aus dem Mittelmeerraum stammende Serradella. Sie wird auch Großer Vogelfuß genannt, lebt ebenfalls in Symbiose mit Knöllchenbakterien und trägt damit zur Stickstoffanreicherung des Bodens bei. Außerdem haben diese Pflanzen ein dichtes, feines Wurzelsystem, das den Boden auflockert.

Bitterlupine - bindet Stickstoff und trägt zur Bodenbelüftung bei      Serradella - bindet ebenfalls Stickstoff und lockert den Boden auf

 

Eine weitere bodenverbessernde Pflanze ist die Phacelie. Diese Pflanze wird auch Bienenfreund oder Bienenweide genannt und als Imkerpflanze genutzt, da sie sehr viel Nektar produziert. Von diesem Nektar ernähren sich aber nicht nur Honigbienen sondern auch Hummeln, die auch bei Herbstwetter noch in unseren Beeten unterwegs sind. Phacelien sind aber nicht nur bei Imkern beliebt, sie tragen als Gründüngung auch zum Humusgehalt und zur Verbesserung der Struktur des Bodens bei. 

Außer Pflanzen, die zu Bodenverbesserung dienen, wurden aber auch schon einige ausgesät, die Thema in unseren Führungen sind. Hinter dem, was auf dem Foto unten rechts noch als grüner Rasen erscheint, verbergen sich Roggen, Weizen und die noch junge Getreidesorte Triticale. Diese drei Getreide, so wie auch einige Arten aus der Weizenreihe, sind sogenannte Wintergetreide. Sie benötigen nach der Keimung eine Frostperiode, um im Frühjahr zu schossen, das heißt weiter auszutreiben und zu blühen. Aus diesem Grund kann man Wintergetreide schon ab September aussäen und dann im Sommer des Folgejahres ernten.

Phacelie - gleichermaßen beliebt bei Imkern, Gärtnern und Hummeln   Hier wachsen Winter-Roggen, Winter-Weizen und Winter-Triticale

 

Neue Bilder von den Beeten gibt es im nächsten Frühjahr. Ab Mitte/Ende Mai beginnen dann auch wieder unsere Führungen. Bis dahin bieten wir auf unseren Seiten aber auch viele Informationen rund um Vererbung, Züchtungsverfahren, Gentechnik und nachwachsende Rohstoffe. Auch die Videoreihe "Pimp your brain" sei allen empfohlen, die sich auf unterhaltsame Art über Wissenschaft informieren wollen.

 

Juni 2014 - Blühender Blumenkohl

Bei "Komm ins Beet" gibt es ständig etwas Neues zu entdecken. Da wir unseren Blumenkohl über den optimalen Erntezeitpunkt hinaus wachsen lassen, kann man in unseren Beeten etwas beobachten, das man sonst nicht sehr oft sieht: blühenden Blumenkohl.

Die meisten Kohlsorten, wie z.B. Kohlrabi, Grünkohl und Rosenkohl, sind zweijährige Pflanzen. Das heißt im ersten Jahr bzw. der ersten Vegetationsperiode bilden sie nur Wurzeln und Blätter, und erst in der zweiten Vegetationsperiode blühen sie. Eine Ausnahme bildet dabei der Blumenkohl, er blüht schon im ersten Jahr. Deshalb können wir unseren Besuchern bei "Komm ins Beet" auch blühenden Blumenkohl zeigen. Alles was wir dafür tun müssen, ist ihn über den Erntezeitpunkt hinaus wachsen zu lassen.

Hier ein paar Bilder von Blumenkohl-Köpfen in verschiedenen Stadien:

Ein Blumenkohl, wie man ihn auch aus dem Laden kennt Blühender Blumenkohl
 
Blumenkohl mit ersten Blütentrieben

 

Juni 2014

Bei "Komm ins Beet" stehen die meisten Pflanzen jetzt in voller Blüte. Hier gibt es einige Eindrücke dazu, was einem bei der Führung blüht.

 

                                                                             

                                                                                      Noch vor einem Monat waren die Stiefmütterchen der einzige Farbtupfer auf unserem Feld.

Mittlerweile blühen aber viele Pflanzen, sodass der Rundgang über die Freifläche nun deutlich farbenfroher ist als noch zu Beginn der Saison.

Der lehrreiche Spaziergang lässt sich also zur Zeit mit dem Bestaunen einer herrlichen Blütenvielfalt verbinden.

 

Dabei kann man zum Beispiel entdecken, dass sich die verschiedenen Kartoffelsorten nicht nur in Form, Farbe  und Geschmack ihrer Knollen unterscheiden, sondern auch in der Farbe ihrer Blüten. Der Vergleich mit den Wildkartoffeln zeigt, dass sich diese auch in ihren Blüten von den Kulturkartoffeln unterscheiden. Wer mit dem Mauszeiger über die einzelnen Bilder geht, erfährt um welche Kartoffeln es sich jeweils handelt.

 

Blauer Schwede

       

Desiree

Laura

 

La Ratte

Salome

 

Wildkartoffel

Um die Mendel'schen Regeln zu erklären, benutzen wir unter anderem Wunderblumen als Anschauungsobjekte. Diese Pflanzen tragen den Beinamen „Vieruhrblumen“. Bei uns im Beet kann man beobachten, von welcher Eigenschaft dieser Name abgeleitet wurde. Tagsüber sind die Blüten geschlossen, sie öffnen sich erst am späten Nachmittag oder frühen Abend. Mit ihrem Duft locken sie dann Nachtfalter an, die bei der Fortpflanzung der Pflanze helfen, indem sie die Pollen auf andere Pflanzen tragen.

weiße Wunderblume - am Tag

 

weiße Wunderblume - am Abend

rosa Wunderblume - am Tag

 

rosa Wunderblume - am Abend

Bei Tabak denken die meisten Besucher zu erst an Zigaretten und tatsächlich wird der "Petit havana" auch zu deren Herstellung verwendet. Daneben gibt es aber auch noch andere Arten, die auch als Ziergewächse angepflanzt werden. In unserem Institut werden Tabakpflanzen für die Chloroplasten-Transformation genutzt und dienen als Forschungsobjekt für die Untersuchung von Genomtransfers.

Petit havana

 

Ziertabak

Auch von den Heilpflanzen blühen jetzt die meisten. Deren Blüten sehen nicht nur schön aus, sie können zum Teil auch zur Linderung verschiedener Krankheitssymptome genutzt werden. Eine Salbe oder Tinktur aus Blüten  der Ringelblume wirkt zum Beispiel schwellungslindernd. Aus Baldrianblüten kann man einen Tee kochen, der eine beruhigende Wirkung hat. Ein anderer Tee, den wahrscheinlich jeder schon getrunken hat, ist der Kamillentee. Auch er wird aus den Blüten der Pflanze gewonnen. Warum Mutterkraut umgangssprachlich auch "Falsche Kamille" heißt, erkennt man, wenn man die Blüten beider Pflanzen vergleicht.

Ringelblume

 

Baldrian

Kamille

 

Mutterkraut

Wer jetzt Lust bekommen hat, diese Pflanzen in natura zu betrachten und dabei auch noch etwas über Pflanzenzüchtung und Gentechnik sowie nachwachsende Rohstoffe und die Forschung unseres Instituts zu erfahren, ist herzlich zu einer "Komm ins Beet" Führung eingeladen. Mehr Informationen dazu auf unserer Startseite.

 

 

März 2013

Leere weite Felder. Kein Schaugarten in Sicht. Hier sollen in acht Wochen die Führungen losgehen? Immerhin, ein paar kleine grüne Halme, die mal Getreide werden wollen, stehen schon in den Töpfen bereit. Die mehrjährigen Pflanzen warten darauf, endlich aus dem Winterschlaf erwachen zu dürfen. Nur die Stiefmütterchen sind ein bisschen voreilig gewesen.

 

Getreidekeimlinge

 

 

 

 

 

Die ersten Getreidehalme stehen bereit. Gänsefußgras oder Grannendinkel? Das wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stiefmütterchen strecken ein bisschen zeitig ihre Blüten aus. Es ist erst März und noch ganz schön kalt draußen.

 

 

 

 

Stiefmütterchen
Ölrettich

 

 

 

 

Der Ölrettich sorgt mit seinen stabilen Wurzeln dafür, dass der Boden aufgelockert wird. Gleichzeitig macht er Schädlingen wie Fadenwürmern den Garaus. Und Öl kann man aus seinen Samen auch noch gewinnen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz hinten schimmert hellgrün das Getreidefeld. Sonst gibt es nur Bewässerungsschläuche zu sehen.

 

 

 

 

Beet im März 2013
Kamille

 

 

 

 

 

Die Kamille hat sich netterweise von ganz alleine wieder ausgesät. Das freut den Gärtner, der jetzt ein Beet weniger bearbeiten muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sonnenhut (Echinacea) soll stimulierend auf das Immunsystem wirken. Studien widersprechen sich bisher aber noch.

 

 

 

 

Sonnenhut

Juni 2012

Das Beet sieht im Juni besonders schön aus, weil das Getreide bereits ausgereift ist und alle anderen Pflanzen in voller Blüte stehen. Für alle, die in diesem Monat nicht den Weg zu uns finden können, gibt es hier ein paar Eindrücke.

 

Phacelie / Phacelia / Bienenfreund     

Die Phacelia wird auch Bienenfreund genannt, weil sich auf ihr besonders viele fleißige Nektarsammler tummeln. Daneben hat sie für die Landwirte eine wichtige Bedeutung als Zwischenfrucht. Mit ihren Wurzeln lockert sie den Boden auf und bringt Stickstoff in die Erde ein.

Wildtomaten produzieren keine leuchtend roten Früchte. Dafür können sie mit ihren inneren Werten aufwarten: eine gute Trockenheits- und Salztoleranz, gepaart mit Resistenzen gegen Braunfäule und andere Krankheiten. Wenn das keine überzeugenden Argumente sind, sich die Pflanzen ein wenig genauer anzuschauen.

  Wildtomaten

Wildkartoffel - Solanum bulbocastanum

  Auch die Kartoffel hat wilde Verwandtschaft im Beet. Solanum bulbocastanum, so der fachsprachliche Name der Wildkartoffel aus Südamerika, erinnert äußerlich kaum an heutige Kartoffelpflanzen. In ihr stecken aber Gene, die sie resistent gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule und dadurch äußerst interessant für Züchter machen.
Weizen liegt auf Platz drei der Rangliste, der am häufigsten angebauten Getreide. Mehr Ackerfläche beanspruchen bloß noch Mais und Reis. Links im Bild sieht man das Einkorn, etwas dunkelgrüner daneben das Zweikorn. Beides sind Vorfahren des Weizens und wurden vor etwa 11 000 Jahren in Vorderasien kultiviert. Die restliche Evolutionsreihe kann man bei einem Besuch ins Beet bestaunen.   Weizenreihe
Tabak - Petit havanna   Der Tabak Petit havana ist ein beliebtes Forschungsobjekt wenn es um Plastidentransformation geht. Nebenbei sehen seine rosa Blüten auch einfach sehr schön aus.
     

Am Anfang sind alle gleich

Die Kohlsorten unterscheiden sich in ihrem Aussehen enorm und wenn die Ähnlichkeit im Namen nicht wäre, würden manche Leute gar nicht auf die Idee kommen, dass Rosenkohl, Kohlrabi und Blumenkohl verwandt sind. Am Anfang ihrer Entwicklung sehen sich die gleichen Pflänzchen aber tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. In ein paar Monaten werden wir uns ihnen erneut mit der Kamera nähern und schauen, wie sie sich entwickelt haben.

 

Wer ist wer und was kann ich essen?

Hier seht ihr die Kohlpflänzchen wenige Wochen nach der Aussaat

 

 

An dieser Stelle seht ihr die Pflanzen in voller Größe.

 

Wildkohl - Brassica oleracea Wildkohl

Der Wildkohl (Brassica oleracea ) ist der Vorfahr unserer heutigen Kulturarten. Die hier gezeigten Pflanzen wachsen in Deutschland nur auf Helgoland. Doch auch an der Atlantikküste von Spanien bis England findet man diese Pflanzen. Es gibt noch vier andere geographische Verbreitungsgebiete von Wildkohl. Die Kohlpflanzen aus allen fünf Gebieten sind miteinander kreuzbar, unterscheiden sich aber in ihrem Aussehen.

Rosenkohl Rosenkohl mit Knospen

Vom Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera) essen wir die Blattröschen (Knospen). Werden diese Röschen nicht im November oder Dezember geerntet, dann sprossen sie im zweiten Jahr aus und bilden Blüten.

Kohlrabi Kohlrabi mit verdickter Sprossachse

Viele Leute essen vom Kohlrabi (Brassica oleraceavar. gongylodes) nur die Knolle, die in Wirklichkeit eine verdickte Sprossachse ist. Dabei sind auch die Blätter der Kohlrabi-Pflanze essbar, genau wie die Blätter anderer Kohlsorten auch.

Grünkohl Grünkohl

Der Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica) hat viele verschiedene Namen, von denen Krauskohl sein Aussehen am besten beschreibt. Von allen Kohlarten hat den höchsten Gehalt an Vitamin C: etwa doppelt so viel wie Zitronen!

Blumenkohl Blumenkohl mit kleinen Blütentrieben

Der Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) ist ein Ausreißer unter den Kohlsorten. Im Gegensatz zu seinen Verwandten blüht er nicht erst im zweiten, sondern schon im ersten Jahr. Auf dem Bild rechts lässt sich bereits erkennen, wie die Blumenkohlröschen sich zu Blüten entwickeln. Der Blumenkohl in unseren Supermärkten ist meistens weiß, doch es gibt auch violette und grüne Sorten.

   

Und wo Kohl ist, da sind Kohlweißlinge nicht fern.

Kohlweißling

Frag die Erbse

Die Broschürenreihe "Frag die Erbse" beschäftigt sich mit Geschichte und Grundlagen der Pflanzenforschung, moderner Pflanzenzüchtung und den Auswirkungen auf Ökologie und Umwelt.

Logo "Frag die Erbse"

Anfahrt

Der Treffpunkt für die Komm ins Beet-Veranstaltungen ist das Zentralgebäude der drei Max-Planck-Institute im Wissenschaftspark Golm. Eine detailierte Anfahrtsbeschreibung findet sich hier.