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Kartoffeln im Trockenstress

Der Stärkeertrag von Kartoffeln hängt stark davon ab, wie viel Wasser die Pflanzen in der frühen Wachstumsperiode zur Verfügung haben. Trockenheit führt dabei zu großen Ernteeinbußen. Eine Bewässerung der Felder ist jedoch kostenintensiv oder teilweise gar nicht möglich. Die Landwirte sind deshalb an der Entwicklung von trockentoleranten Kartoffelsorten interessiert.

Zwischen 2011 und 2013 wachsen auf den Feldern des Max-Planck-Instituts wieder Kartoffeln. Es handelt sich dabei um konventionelle Sorten, anhand derer man molekulare Marker für Trockentoleranz identifizieren möchte. Das Projekt, an dem neben unserem Institut noch zwölf weitere Einrichtungen beteiligt sind, ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert.

Zurzeit stehen vier Kartoffelsorten auf dem Acker, die sich in der Praxis bereits als tolerant gegenüber Trockenstress bewährt haben. Die Pflanzen werden – außer vom sporadischen Regen – fast gar nicht zusätzlich bewässert. Über Bodenfeuchtsensoren wird der Wassergehalt des Bodens bestimmt und an eine zentrale Messstation gefunkt. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten werden die Blattinhaltsstoffe sowie die Menge und Art der abgelesenen DNA analysiert. Dadurch wollen die Forscher herausfinden, welche DNA-Abschnitte gehäuft bei trockentoleranten Arten auftreten und daher als molekulare Marker fungieren können.

Als nächstes sollen die somit bestimmten Marker auf ihre Zuverlässigkeit und Korrektheit im Feldversuch getestet werden. Anschließend werden die Marker und die Testverfahren nicht nur den beteiligten Züchtern sondern auch anderen Wissenschaftlern in einer Datenbank zur Verfügung gestellt.

 

Kartoffeln auf dem Feld

Die Forscher ernten Blätter der Kartoffelpflanzen. Junge Kartoffelpflanzen vor der Blüte.

 

Mehr Informationen darüber gibt es in einer Pressemitteilung des Instituts.