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Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“

Hitzestress bewirkt Aufbau eines Erinnerungsvermögens in pflanzlichen Zellen
Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“

Der linke Teil des Bildes zeigt Arabidopsis-Keimlinge, die zunächst mit einem moderaten Hitze-Stress (Priming) und anschließend mit hohen Temperaturen (44°C) behandelt wurden. Der rechte Teil der Abbildung zeigt Keimlinge, die ohne Priming hohen Temperatu

Der linke Teil des Bildes zeigt Arabidopsis-Keimlinge, die zunächst mit einem moderaten Hitze-Stress (Priming) und anschließend mit hohen Temperaturen (44°C) behandelt wurden. Der rechte Teil der Abbildung zeigt Keimlinge, die ohne Priming hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Die Experimente machen deutlich, dass das molekulare Hitzestress (HS)-Gedächtnis es den Pflanzen ermöglicht, einen ansonsten tödlichen Hochtemperaturstress (44°C) zu überleben, wenn sie Tage vorher einem moderaten Temperaturstress (Priming) ausgesetzt werden. ©Justyna Jadwiga Olas, MPI-MP

Wie eine Pflanze wächst, hängt einerseits von ihrem genetischen Bauplan ab, zum anderen aber davon, wie die Umwelt molekulare und physiologische Prozesse beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind dabei die sogenannten Meristeme, jene teilungsfähigen Gewebe, in denen die pflanzlichen Stammzellen enthalten sind. Das Sprossscheitelmeristem ist hierbei entscheidend für das Wachstum der überirdischen Organe. Forschende rund um Bernd Müller-Röber am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) und an der Universität Potsdam haben untersucht, wie das Sprossscheitelmeristem auf Hitzestress reagiert und fanden heraus, dass es ein Stressgedächtnis entwickelt. Aufgrund dieser Erinnerungsfähigkeit ist es in der Lage, besser auf einen weiteren nachfolgenden Stress zu reagieren und tödliche Stressereignisse sogar zu überleben. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden nun in Molecular Plant.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr auf unserer Institutsseite unter der Rubrik: Pressemeldungen

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