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KIB Lexikon

Die Begriffswelt der Komm-ins-Beet-Website als Lexikon

 Cellulose-Ethanol
Wird auch Lignozellulose-Ethanol genannt und aus Pflanzen mit einem hohen Celluloseanteil (Bäume, Stroh, Riesen-Chinaschilf) hergestellt.
 Chromatid
Ist ein Teil der Chromosomen in den Zellkernen der Eukaryoten. Ein Chromatid besteht aus einem DNA-Doppelstrang und stabilisierenden Proteinen (Histonen).
 Chromatin
Chromatin bezeichnet das Baumaterial der Chromosomen, also die Erbinformation in Form der DNA sowie die stablilisierenden Proteine (Histone).
 Chromosom
Chromosomen bestehen aus einem oder zwei Chromatiden und heißen demzufolge Einchromatid-Chromosom oder Zweichromatid-Chromosom. Wenn zwei Chromatide ein Chromosom bilden, dann heißen sie Schwesternchromatide. Sie sind am Centromer miteinander verbunden und weisen eine identische Basenreihenfolge auf.
 Confinement
Biologische Maßnahmen zur Begrenzung der Ausbreitungsfähigkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen
Neben gentechnisch veränderten Pflanzen, deren landwirtschaftliche Eigenschaften (z.B. Schädlingsresistenzen) verändert wurden, werden/wurden auch transgene Pflanzen mit neuen bzw. veränderten Inhaltsstoffen enwickelt. Sie liefern beispielsweise industriell nutzbare oder pharmazeutisch wirksame Substanzen. Die Ausbreitungsfähigkeit dieser gentechnisch veränderten Pflanzen sollte möglichst auf ein Minimum begrenzt werden. Das kann z.B. durch eine Unterdrückung der Fortpflanzung erreicht werden. Mit konventioneller Züchtung und mit Hilfe der Gentechnik können Pflanzen hergestellt werden,

- die nicht mehr in der Lage sind, Pollen zu produzieren
- die keine Blüten ausbilden
- oder deren Samen steril sind.  
Ein alternativer Ansatz ist die gentechnische Übertragung neuer Gene in die Plastiden. Plastiden sind Einheiten in der Pflanzenzelle, die über eigene DNA verfügen. Die meisten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen vererben die Plastiden-DNA nur mütterlicherseits, d.h. nicht über den Pollen. Bei einer gentechnischen Veränderung der Plastiden befinden sich die neuen Gensequenzen wegen der besonderen Vererbung also nicht in den Pollen. (www.biosicherheit.de)
 Consumer traits
Consumer traits sind Eigenschaften, die als vorteilhaft für den Verbraucher angesehen werden, wie zum Beispiel erhöhter Nährstoffgehalt. Ein Beispiel für eine gentechnisch veränderte Pflanze mit einem Consumer trait ist der Goldene Reis. Diese Reissorte enthält Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A, und soll in Ländern, wo sich die arme Bevölkerung hauptsächlich von Reis ernährt, das Vitamin A-Mangelsyndrom bekämpfen.
 CpG-Insel
Bezeichnet Regionen innerhalb eines DNA-Einzelstrangs (DNA-Moleküls) in denen die Kombination der Basen Cytosin (C) und Guanin (G) gehäuft auftritt. Da sie - wie alle Basen - über ein Zucker-Phosphat-Rückgrat miteinander verknüpft sind, wird das Phosphat (p) im Namen erwähnt. Dies dient außerdem der Unterscheidung zu den CG-Basenpaaren innerhalb eines Doppelstrangs. CpG-Inseln kommen vor allem in Promotern vor, also den Steuerungseinheiten von Genen.